Einleitung
Magnesium ist weit mehr als nur ein „Fitmacher“ für die Muskulatur. Als essenzieller Mineralstoff ist es Cofaktor in über 500 enzymatischen Reaktionen und übernimmt damit zentrale Aufgaben im Energiehaushalt, in der Nervenfunktion, im Muskelsystem und im Herz-Kreislauf-Bereich. Ein Mangel ist in der Bevölkerung weit verbreitet – und oft unentdeckt.
1. Verteilung & Aufgaben im Körper
Speicherort | Anteil | Funktionen |
---|---|---|
Knochen | 50–60 % | Langzeitspeicher, Strukturgeber |
Körperflüssigkeiten (Serum, Lymphe) | ca. 2 % | Aufrechterhaltung der Homöostase |
Zellen (Leber, Muskeln, Bindegewebe, Erythrozyten) | ~38–48 % | Enzymaktivierung, Signalübertragung |
- Energieproduktion (ATP-Aktivierung)
- Regulierung von Muskelkontraktion & -entspannung
- Stabilisierung der Nervenreizweiterleitung
- Kontrolle des Blutdrucks & Gefäßtonus
- Unterstützung von DNA/RNA-Synthese
- Entzündungshemmung & antioxidativer Schutz
2. Warum Magnesium für das Nervensystem unverzichtbar ist
Ein stabiler Magnesiumspiegel wirkt wie ein Schutzschild für die Nerven.
- Neurotransmitter-Regulation: Beeinflusst GABA und Glutamat, reduziert Übererregung.
- Schutz vor Erschöpfung & Stress: Regelmäßige Supplementation kann nervliche Anspannung mindern.
- Mangelsymptome: Kribbeln, Muskelzuckungen, Schlafprobleme, Verdauungsstörungen, Nervosität.
3. Magnesiummangel – Häufigkeit & Risikogruppen
In Deutschland nehmen 25–35 % der Bevölkerung weniger Magnesium auf als empfohlen.
Besonders gefährdet sind:
- Schwangere (bis zu 72 % unterversorgt)
- Sportler (über 50 % Mangel)
- Ältere Menschen (33 % Mangel)
- Diabetiker (bis zu 48 % Mangel)
- Patienten unter Dauermedikation
Hauptursachen für Magnesiummangel:
- Industrielle Verarbeitung (Weißmehl, polierter Reis, Zucker)
- Magnesiumarme Böden durch intensive Landwirtschaft
- Erhöhter Bedarf bei Stress, sportlicher Aktivität oder Krankheit
4. Magnesium ist nicht gleich Magnesium – Bioverfügbarkeit im Vergleich
Magnesiumform | Bioverfügbarkeit | Stärken | Einschränkungen |
---|---|---|---|
Magnesiumbisglycinat | Sehr hoch | Nervenfreundlich, gut verträglich | – |
Trimagnesiumdicitrat | Hoch | Magenfreundlich, gute Aufnahme | Leichter abführender Effekt möglich |
Magnesiumoxid | Niedrig–mittel | Hoher Elementargehalt | Geringe Aufnahme, Verdauungsprobleme |
Magnesium-L-Aspartat | Hoch | Gute Zellverfügbarkeit | Nicht für jeden geeignet |
Tipp: Für maximale Wirkung sollte ein Präparat eine Kombination hochwertiger Formen enthalten.
5. Qualitätskriterien für hochwertige Magnesiumpräparate
- Bedarfsgerechte Dosierung (300–400 mg Mg pro Tag)
- Hochwertige Verbindungen mit optimaler Bioverfügbarkeit
- Pharmazeutische Produktionsstandards (idealerweise „Made in Germany“)
- Kombinationsformeln speziell für die Nerven- und Muskelfunktion
- Preis-Leistung im Blick – Billigpräparate sind oft schlechter verwertbar
Magnesium-Factsheet
Hauptfunktionen
- Energie + Muskeln
- Nerven & Gehirn
- Herz-Kreislauf
- Immunsystem
- Knochenstabilität
Mangelsymptome
- Muskelkrämpfe
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Herzrhythmusstörungen
- Nervosität
Top-Nahrungsquellen
- Kürbiskerne
- Mangold & Spinat
- Walnüsse & Mandeln
- Mineralwasser ≥ 50 mg/L Mg
- Vollkornprodukte
Supplement-Tipp
Kombination Bisglycinat + Citrat, pharmazeutische Qualität, 300–400 mg Tagesdosis
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